Aktuelle Informationen zur radiologischen Lage im Iran. Es ist nicht davon auszugehen, dass Radioaktivität freigesetzt wurde.
Stand 04.03.2026 14:00 Uhr:
- Seit Beginn der Kampfhandlungen am 28. Februar beobachtet das Radiologische Lagezentrum des Bundes (RLZ-Bund) die Lage im Iran und den umliegenden Staaten sehr aufmerksam, auch mit Blick auf eine mögliche Gefährdung deutscher Staatsbürger in der Region.
- Am 3. März hat die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) Angaben des Irans bestätigt, dass an der Uranreichungsanlage in Natanz im Zuge der Angriffe neue Schäden entstanden sind. Die Anlage in Natanz wurde ebenso wie andere iranische Nuklearanlagen bereits bei den Angriffen im Sommer 2025 beschädigt.
- Die IAEO geht nicht davon aus, dass bei den Angriffen auf Natanz Radioaktivität freigesetzt wurde. Im Einklang damit gibt es keine Anzeichen für Freisetzungen von Radioaktivität, alle verfügbaren tagesaktuellen Messwerte aus der Region sind weiterhin unauffällig.
- Sollte es dennoch zu Freisetzungen aus der Anlage in Natanz kommen, ist aus Sicht des RLZ-Bund nur mit lokal begrenzten Auswirkungen zu rechnen.
- Nach öffentlich zugängigen Informationen hat Israel in der Nacht auf den 4. März eine geheime unterirdische Nuklearanlage am Stadtrand von Teheran angegriffen. Dem RLZ-Bund liegen hierzu keine Informationen über Art der Anlage und Ausmaß möglicher Schäden vor. Es gibt bisher keine Hinweise auf Freisetzungen von Radioaktivität aus der Anlage.
- Am 4. März berichtete die IAEO, dass nach Angaben der UN-Atomwächter zwei Gebäude des iranischen Atomtechnologiezentrum in Isfahan beschädigt wurden. Es seien jedoch keine Gebäude betroffen, in denen sich nukleares Material befinde.
- Im RLZ-Bund wirken Expertinnen und Experten des BMUKN, des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) und der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) zusammen.
04.03.2026
| Meldung Strahlenschutz